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Die türkische Madonna

Sezen Aksu ist einer der grössten Pop-Stars der Türkei und komponierte weltbekannte Hits wie «Simarik» von Sänger Tarkan. Nun kam sie ins Theater 11 in Zürich.

Sezen Aksu ist einer der grössten Pop-Stars der Türkei und komponierte weltbekannte Hits wie «Simarik» von Sänger Tarkan. Nun kam sie ins Theater 11 in Zürich.

Sezen Aksu, die Queen des Turkish-Pop, kommt in die Schweiz. Geboren als Fatma Sezen Yildirim ist Sezen Aksu seit 1975 im Business. Bis heute hat sie unglaubliche 40 Millionen Alben verkauft. Für ihren butterzarten Gesang in oft melancholischen Balladen wird sie in der Türkei wie eine Heilige verehrt. Doch warum ist sie die uneingeschränkte Queen des türkischen Pop?

In einigen Liedern besingt Sezen die europäisch-asiatische Metropole Istanbul. Zwar verbrachte sie den Grossteil ihrer Jugend in Izmir. Aber Sezen war die erste türkische Frau, die ihre eigenen Lieder schrieb und performte. In ihrer Musik verbinden sich traditionelle orientalische Instrumente mit modernem westlichen Pop. Neben ihrer Musik ist Sezen auch bekannt für ihr soziales Engagement. 2008 produzierte sie für den Worlds Earth Day zu ihrem Song Dansoz Dunya («Carpe Diem») in Zusammenarbeit mit der bekannten National Geographic Society ein Video mit schnell zusammengesetzten, atemberaubenden Naturbildern.

In ihrer langen Karriere arbeitete sie immer wieder mit internationalen Stars wie dem Serben Goran Bregović zusammen, mit dem sie 1997 das Album «The Wedding and the Funeral» aufnahm.

A propos Hochzeit: Wie es sich für einen richtigen Star gehört, ist die heute 61-jährige bereits zum vierten Mal verheiratet. Trotzdem oder gerade deswegen drehen sich viele ihrer Texte um Einsamkeit. 1997 schrieb Sezen für den türkischen Pop-Sänger Tarkan die beiden Songs Simarik («verwöhnt») und Sikidim («Los, tanz!»), zwei Welterfolge.

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gab Sezen ein Buch mit 400 Texten aus ihrer musikalischer Arbeit heraus. In den Anfängen ihrer Karriere blieben ihr trotz drei Versuchen eine Performance für ihr Heimatland am Eurovision Song Contest verwehrt. Auch diese Scharte wetzte sie später aus. Auch wenn nur indirekt: 2003 gewann die von ihr protegierte Sängerin Sertab Erener den ESC. Und mit ihr stellvertretend der Turkish Oriental-Pop.

Avatar von Mario Wittenwiler

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