Coverband-Retro-Shows liegen im Trend der Zeit. Von Abba bis zu Queen und den Beatles werden die Superstars von gestern durch eine junge Generation von Musikern zu neuem Leben erweckt. Der Schweizer Musiker und Manager Roli Eggli, ein Pionier des Schweizer Rocks, dreht den Spiess um: Er hat die alten Mitstreiter von damals zu einer Schweizer Supergroup zusammengestellt und lässt mit ihnen die berühmtesten Hymnen aus 40 Jahre Rockgeschichte krachen. Die Show «This is Rock», die in DAS ZELT aufgeführt wird, vermittelt dabei die Zusammenhänge der Musik und der Gesellschaft und verrät viele spannende Anekdoten und Details zu den Songs. So entsteht ein Gesamtkunstwerk, das als die packendste Rockshow der Schweiz bezeichnet werden darf.

Es sind schon ein paar vewegene Haudegen, die da unter dem Chapiteau von DAS ZELT auf der Bühne stehen. Einige sind schon in der zweiten Hälfte ihrer 60er angekommen. Andere kennt man vom Hören-Sagen als Mitglieder längst vergangener Rockformationen. Und dann gibt es noch die jüngere Gilde, die sich mit den Oldies auf die spannende Reise wagt, einige der grössten Klassiker der Rockgeschichte musikalisch zu erkunden. «Erkunden» ist dabei das richtige Wort. Denn jeder Song wurde genauestens analysiert, jeder Basslauf, jedes Gitarrenriff, jede Gesangsphrase möglichst originalgetreu nachgespielt – und vorher in monatelanger akribischer Probearbeit einstudiert. Roli Eggli ist dabei das Mastermind hinter diesem einzigartigen Projekt, das unter dem Namen «This is Rock». Als Schweizer Rock-Pionier hat er in den 1970ern als Jugendlicher selbst eine Band gegründet, in der Marc Storace – ja, der legendäre Frontmann der legendären Schweizer Hardrucktruppe Krokus – seine ersten Singversuche machte. TEA hiess das Zürcher Quartett, das in heimischen Medien damals kaum Beachtung fand, aber in England im Vorprogramm von Topbands wie die Baker Gurvitz Army oder Queen spielte und in London im berühmten Marquee-Club auftrat. Roli Eggli war der Schlagzeuger der Band – und ist es nach, oder trotz einer steilen Karriere als IT-Spezialist und Manager bei einer Schweizer Grossbank bis heute geblieben. Dieser Roli Eggli wirbelt auch in DAS ZELT mit den Drumsticks und sorgt mit kräftigem Beat und treibendem Rhythmus dafür, dass die Truppe zusammenbleibt und die Show ihren Drive hat.
Schon nach den ersten Takten wird klar: Das hier ist keine Plauschband. Es stehen alles abgebrühte Könner auf der Bühne. Gitarrist Armand Volker spielt ein Solo wie Clapton, Emi Bassbabe rockt bei «Highway Star» den E-Bass, bis die Saiten glühen, Dan Allenspach und H.P. Häfeli spielen Riffs und Loops nach alter Rocker-Manier. Und die Sängerinnen und Sänger verblüffen mit einer mitreissenden Stimmgewalt, die heute mit die Originale vielleicht sogar noch übertreffen würde. Nach diesem Abend fragt man sich: Wie kann es sein, dass Schweizer Rockröhren wie J.M. Viller, Gianni Pontillo, Andy Lickford, Mark Fox aber auch Suzy Adair und Freda Goodlett nicht ebenso schillernde internationale Karrieren hingelegt haben wie Marc Storace, der auch mit von der Partie ist? Auch Cathrine Steiner, Ehefrau des Direktors von DAS ZELT, fällt bei einer Nummer von Crossby, Stills, Nash & Young mit einer erstaunlich kräftigen und klaren Stimme auf.
«This is Rock» bringt sie alle, die unvergessenen Rock-Hits von den Kinks, den Rolling Stones, The Who, Led Zeppelin, Deep Purple und viele mehr bis hin zu Nirvana und Lenny Kravitz. Der Sound ist kraftvoll und kompakt. Man spürt: Es ist purer Spass, der von den Akteuren auf der Bühne ins Publikum strahlt. Die Show ist aber mehr als ein erstklassiges Rockkonzert. Sie vermittelt auch wichtige und spannende Hintergründe zu Zeit und Umständen, wann und wie die Songs entstanden sind. Erzähler Michael Morris ist hierzu der ideale Gentleman, der mit englischem Charme und Schalk durch Geschichte und Geschichten führt. Auf Projektionen werden während der Performance Zitate, Zahlen, Fakten und längst vergessene Bilder aus vergangenen Zeiten sichtbar, so dass man versucht ist, allein schon wegen der vielen verschiedenen Content-Ebenen ein zweites oder drittes Mal anzuschauen. Dass «This is Rock» schon jetzt Kultcharakter hat, beweist die spontane Reaktion des überaus durchmischten Publikums: Standing Ovations, Zugabe-Rufe und ausgelassenes Mitjohlen beim improvisierten «Hey Jude» nach zweieinhalb Stunden Rock nonstop. Das hat es in der Schweiz, aber man kann auch sagen in Europa und vielleicht sogar in der Welt in dieser Form noch nicht gegeben: die packendste Rockshow mit einer ungehörigen Portion Schweizer Authentizität!
Weiter Shows:
Zug: 26. Januar 2019; 19.30 Uhr; Sternenmarktplatz TICKETS
Chur: 21. Februar 2019; 19.30 Uhr; Obere Au TICKETS
Zürich: 29. März 2019; 19.30 Uhr; Kasernenwiese TICKETS
Infos & Vorverkauf: www.daszelt.ch





Schreibe einen Kommentar