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BTS: die Südkoreanische Frauenschwärme

Spätestens seit der südkoreanische Musiker Psy mit seinem legendären Hit «Gangnam Style» einen internationalen Megahit landete, ist K-Pop ein wichtiger Faktor im Musikbusiness. Die koreanische Boygroup BTS hebt die Fan-Euphorie für dieses Genre auf ein neues Niveau: Wahnsinn – im wahrsten Sinn…

K-Pop? Ein Ausdruck, den man sich merken muss. Er steht für Popmusik aus Korea Pop – und erobert mit der Boygroup BTS die internationalen Charts und Konzerthallen im Sturm. Auch in der Schweiz sind BTS bereits Riesen-Idole und mega kult. Warum, das erklären vier Members der Schweizer BTS-ARMY exklusiv im Interview mit Stageplanet.

© Universal Music Group

Spätestens seit der südkoreanische Musiker Psy mit seinem legendären Hit «Gangnam Style» einen internationalen Megahit landete, ist K-Pop ein wichtiger Faktor im Musikbusiness. Die koreanische Boygroup BTS hebt die Fan-Euphorie für dieses Genre auf ein neues Niveau: Wahnsinn – im wahrsten Sinn des Wortes –, was da bei den Anhängern der sieben asiatischen Pop-Idole alles abgeht!

Alles ist asiatisch-straff organisiert. Ihre Fanbasis nennen sie «A.R.M.Y». Ihr Social-Media-Management folgt einer genau geplanten, hochdifferenzierten PR-Strategie. Und die geht voll auf: BTS ist nicht etwa eine neue Krankheit, ein neues Gadget oder eine neue Droge, sondern eine Gruppe von sieben süssen Herzbuben aus Südkorea, die singen, tanzen und tolle Videos mit coolem Sound in die weite Welt hinaus streamen. Millionen – um nicht zu sagen: Milliarden von Fans sind süchtig danach. Sie hören und schauen von BTS beim Aufwachen als guten Start in den Tag,beim Aufstehen, im Bus zur Schule oder zur Arbeit, in der Pause und vor dem Schlafengehen. Auch in der Schweiz finden sich auf Twitter bereits an die 9000 BTS-Fans. Stageplanet hat einige davon aufgesprürt und sie gefragt, was den so magisch an dieser jungen K-Pop-Band ist. «A.R.M.Y. ist die beste Fangruppe, die ich kenne», sagt Chiara (15) aus Kerns. «Man hilft sich gegenseitig, auch wenn man sich noch nicht richtig kennt.» Oft werden sie mit den Farben des Regenbogen verglichen, die «Bangtan Boys», die sich abgekürzt BTS nennen: Jin, Suga, J-Hope, RM, Jimin,V und Jungkook. Im Jahr 2013 wurden sie vom koreanischen Musik-Imperium Big Hit Entertainment zur Boygroup zusammengewürfelt dann mit hippem Sound, spektakulären Videos und grossem Social-Media-Hype zu einem weltumspannnenden Pop-Phänomen hochgepusht. Für ihre Fans sind sie inzwischen viel mehr als nur eine Musikgruppe. «BTS ist eine Familie, die immer zusammenhält und immer sich selbst ist. Sie sind für ihre Fans da und inspiriert diese mit ihrer harten Arbeit» erzählt Angelina (18) aus Luzern, die in den Skiferien zum ersten mal über BTS hörte und seither siebenköpfige koreanische Boygroup schwärmt. Klar, dass sie auch Teil der «A.R.M.Y.» ist, die immer Gewehr bei Fuss steht, wenn BTS einen Song oder ein Video veröffentlicht oder auf YouTube einen Livestream startet. Und das passiert regelmässig und oft. Auch Fabienne (20) aus Luzern ein Member des Schweizer A.R.M.Y.-Fanclubs und versucht so gut wie möglich, auf dem neusten Stand zu bleiben und ihre Fan-Genossinnen und Genossen in der Schweiz so gut wie möglich zu informieren. «Ich investiere jeden Tag ziemlich viel Zeit an BTS», sagt sie. «Mit vielen meiner Social Media Accounts folge ich BTS Fanaccounts. Und natürlich: dieMusik von BTS höre ich ständig!»

Die weltweite Fan-Euphorie macht BTS auch wirtschaftlich zu einem Global Player. Lieder wie «Fake Love» (451 MIllionen klicks) und «DNA» (641 Millionen klicks) lassen die Kasse klingeln. Und wenn es so weiter geht, werden BTS bald Luis Fonsi mit seinem Hit «Despacito» vom internationalen Streaming-Thron stürzen, den er seit zwei Jahren mit über fünf Milliarden Aufrufen als Nummer Eins besetzt. Erstaunlich dabei: Auch wenn die Songs von BTS – wie übrigens auch «Depacito» – in einer Fremdsprache gesungen werden, sind sie beim Publikum voll akzeptiert. Sie strahlen anscheinend etwas aus, das in den heimischen Kulturen nicht oder nur schwer zu finden sit. Für Ruia (20) aus Bellinzona bieten BTS «ein Paket voller Glücklichkeit, Traurigkeit, Wahnsinn, Wut, Erfolg und Versagen. Es ist dir selbst überlassen, was du  beim Hören der Musik fühlen willst. Ausserdem findet man – wenn man möchte – im Internet immer die Übersetzungen der Liedtexte.» So kommt es, dass die Musik von BTS Gleichgesinnte zusammenführt. Inzwischen gibt es auch in der Schweiz erste BTS-Fan-Meetups, bei denen es darum geht, zusammen möglichst viel Spass zu haben. Das heisst: singen, tanzen, Geschichten teilen oder – ganz originell – Kuchen backen in der Form jener Comic-Charaktere, die BTS kreiert haben! Und Fabienne ist voller weiterer Pläne: «Ich möchte weitere Meetups organisieren. Bei unserem ersten Treffen haben sich die Leute so gut amüsiert, dass sie sagten, dass sie auf jeden Fall wieder kommen werden, wenn wieder eines stattfindet!»

Und das Fan-Fieber und der Hype um BTS steht erst am Anfang. Weltstars wie Nicki Minaj, Steve Aoki und sogar die US-amerikanische Country-Sängerin Dolly Parton stehen Schlange, um den Korea-Boys zusammen zu arbeiten. Und logisch, dass BTS inzwischen auch bei den drei wichtigsten Musikevents der Welt mitmischen. Nachdem sie letztes Jahr bei den Billboard- und den American Music Awards aufgetreten sind, sorgen sie auch bei den Grammys für Schlagzeilen. Ihre wahre Stärke sind aber die Fans, ihre «A.R.M.Y», auf die sie immer zählen können und die BTS zu Königen des K-Pop machen.

Chiara,15, aus Kerns

«Weil sie auf irgendeine Art und Weise uns stärken.»

Fabienne,20, aus Luzern

«Ihre musik hat solch einen tollen Vibe»

Ruia,20, aus Bellinzona

 «Dank ihnen fand ich was ich im Leben will.»

Angelina,18, aus Luzern

«Ihre Lieder sind mit Leidenschaft geschrieben.»

Avatar von Anna Psenitsnaja

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