Sie gehören zu den wichtigsten britischen Rockbands der 1960er und 1970er. Ihr Einfluss auf die Rockmusik ist so stark wie jener der Rolling Stones. Jetzt kehren die Legenden Pete Townshend und Roger Daltrey nach 13 Jahren auf die Bühne zurück. Mit neuen Songs!
Musikstile sind heute so unberechenbar geworden wie das Wetter in Zeiten der Klimaerwärmung. Doch eine Musikart scheint alle Zeiten zu überstehen: die Rockmusik. Warum wird sie immer bleiben, wenn alles andere weiter im Äther entfleucht? Weil Rockmusik Legenden erzeugt: The Beatles, Queen, Led Zeppelin, Radiohead, Pink Floyd, The Rolling Stones. Und: The Who. 1964 gegründet, hat die Band um die beiden Urgesteine Pete Townshend und Roger Daltrey schon früh begonnen, über den Tellerrand hinaus zu blicken, neue Musikformen zu testen und die Rockmusik zu revolutionieren. Beim Woodstock-Konzert gehören sie bereits zu den Top-Acts. Und im Vergleich zu den Beatles und den Rolling Stones sind die Vier von The Who richtig böse Buben. Sie sind explosiver, aggressiver als die Konkurrenz. Pete Townshend zertrümmert seine Gitarren auf der Bühne, oder legendäre Schlagzeuger Keith Moon zündet Rauchbomber und zerstört Hotelzimmer.
Aber sie sind eben auch exzellente Musiker. Pete Townshend erweist sich als einer der ausdrucksstärksten britischen Songwriter, während Roger Daltrey einer der dominierendsten Frontmänner aller Zeiten wird. Eine ganze Generation wächst mit Klassikern wie «My Generation», «Pinball Wizard» oder «Pictures of Lily» auf. Rebellisch sind sie heute – mit über 70 Jahren – immer noch. Ab Juli gehen The Who wieder auf Tournee. Der Name ist Programm: «Moving On!». In der Band sollen Townshends Sohn Simon und der Sohn von Beatles-Drummer Ringo Starr, Zak Starkey mitspielen. Dazu gibt es noch eine saftige Überraschung: Nach 13 Jahren veröffentlichen The Who auch ein neues Album! Nach Townshends Worten soll die Platte «dunkle Balladen, Heavy-Rock, experimentelle Electronica, Sampling-Sachen und auch typisches Who-Zeug» enthalten. Auf die Webseite veröffentlichen sie jeden Tag ihr Videotagebuch im Studio.
Daltrey: «Das hat nichts damit zu tun, dass man ein Hit-Album haben will [oder] mit der Tatsache, dass The Who ein neues Album braucht. Es ist rein persönlich. Es geht um meinen Stolz, meinen Sinn für meinen Selbstwert und meine eigene Würde als Schreiber.»
Keine faulen Ausreden – das sind The Who pur wie man sie seit über 50 Jahren kennt!





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